Europäisches Hotel- und Gastgewerbe kämpft gemeinsam mit METRO AG und Tafelorganisationen gegen Lebensmittelverschwendung

28. Oktober 2016

HOTREC is the European trade association of hotels, restaurants and  cafes

In einem heute unterzeichneten Rahmenvertrag zwischen dem Dachverband des europäischen Hotel- und Gastgewerbes HOTREC, der METRO AG und der European Federation of Food Banks (FEBA) vereinbaren die Partner, sich gemeinsam gegen die Verschwendung von Lebensmitteln und für mehr Lebensmittelspenden einzusetzen.

Der Rahmenvertrag verpflichtet HOTREC, METRO AG und FEBA dazu, ihre Erfahrungen und Best Practices bei der Reduzierung von Lebensmittelabfällen miteinander zu teilen und Richtlinien zu erarbeiten, die Hotels, Restaurants und Cafés die Zusammenarbeit mit Tafelorganisationen erleichtern.

"Die EU untersucht alle Möglichkeiten, die Verschwendung von Nahrungsmitteln entlang der gesamten Lebensmittelkette zu reduzieren", erläutert Christian de Barrin, CEO von HOTREC. "Der Rahmenvertrag ist ein konkretes Beispiel dafür, wie Stakeholder partnerschaftlich zusammenarbeiten können, um Abfälle zu vermeiden und Lebensmittelspenden zu fördern."

"Kooperationen und nachhaltige Partnerschaften zwischen den verschiedenen Akteuren in den Kommunen aufzubauen, ist eine Kernaufgabe unserer doppelten Mission - die Bekämpfung der Lebensmittelarmut und der Lebensmittelverschwendung", sagt Patrick Alix, Generalsekretär der FEBA. "Der zwischen HOTREC, METRO und FEBA geschlossene Rahmenvertrag hat Vorbildfunktion für die Zusammenarbeit von Branchenverbänden und Unternehmen mit den europäischen Tafeln, um der Lebensmittelverschwendung im Gastgewerbe Einhalt zu begegnen und gleichzeitig den schwächsten Gliedern der Gesellschaft zu helfen."

"Für uns als internationales Handelsunternehmen ist die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung ein wichtiges Anliegen, das uns sehr am Herzen liegt", kommentiert Veronika Pountcheva, Global Director für Corporate Responsibility bei METRO. "Wir freuen uns darauf, die Zusammenarbeit mit HOTREC und FEBA zu vertiefen und unsere Erfahrung und unser Know-how bei der Abfallreduzierung entlang der Wertschöpfungskette mit ihnen zu teilen - und insbesondere auch unsere gewerblichen Kunden zu unterstützen."

Dieser Rahmenvertrag zeigt, wie stark sich das Hotel- und Gastgewerbe für die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung einsetzt und dies als Teil seiner sozialen Verantwortung begreift. Dies ist umso bemerkenswerter, da in der europäischen Hotel- und Gaststättenbranche weniger Lebensmittel verschwendet werden als in anderen Bereichen der Lebensmittelkette. "Food Services" - der Sammelbegriff umfasst neben Restaurants und Hotels auch Caterer und Anbieter von Krankenhaus- und Schulverpflegung und öffentlichen Institutionen etc. - verursachen insgesamt nur 12 Prozent der Lebensmittelverschwendung in Europa1.

 

1 Laut FUSIONS-Bericht "Food waste data set for EU-28" entstehen 53 Prozent der Verschwendung in privaten Haushalten, 19 Prozent in der Lebensmittelindustrie, 12 Prozent im Bereich "Food Services", 11 Prozent in der Primärerzeugung und 5 Prozent im Groß- und Einzelhandel.

 

Wer ist HOTREC?

HOTREC vertritt die Hotel-, Restaurant- und Cafébranche auf europäischer Ebene. Die Branche zählt rund 1,8 Millionen Unternehmen. 99 Prozent davon sind kleine oder mittlere Unternehmen (91 Prozent davon Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern). Sie generieren 59 Prozent des Branchenumsatzes. Allein in der EU sind rund 10,2 Mio. Menschen in der Hotel- und Gastgewerbebranche beschäftigt. Zusammen mit den anderen Touristikbranchen bildet sie einen der größten Wirtschaftszweige Europas. HOTREC vertritt 43 nationale Verbände aus 30 verschiedenen Ländern Europas.

Wer ist die FEBA?

Die European Federation of Food Banks (FEBA) ist eine gemeinnützige Organisation, der 271 Tafelorganisationen in 23 Ländern Europas angehören. Sie sammeln Lebensmittel, die sonst weggeworfen würden, verteilen sie an karitative Organisationen und soziale Einrichtungen (insgesamt mehr als 33.000) und unterstützen so hilfsbedürftige Menschen (5,7 Millionen im Jahr 2015).

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