Solide Umsatzentwicklung und robustes Ergebnis trotz makroökonomischer Herausforderungen

  • Konzernumsatz wächst flächenbereinigt um 0,1%
  • Berichtetes EBIT steigt spürbar auf 1.240 Mio. € (Q1 2014/15: 876 Mio. €)
  • EBIT vor Sonderfaktoren erreicht 828 Mio. € (Q1 2014/15: 891 Mio. €) inklusive negativer Wechselkurseffekte (rund 40 Mio. €)
  • EPS vor Sonderfaktoren bei 1,12 € (Q1 2014/15 aus fortgeführten Aktivitäten: 1,10 €)
  • Nettoverschuldung gegenüber Vorjahr deutlich von 1,5 Mrd. € auf 0,1 Mrd. € verbessert
  • Neue Berichtsstruktur bei METRO Cash & Carry: Kundengruppen ersetzen Regionen
  • Prognose für das Geschäftsjahr 2015/16 bestätigt

Die METRO GROUP hat im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2015/16 signifikante Fortschritte bei der Entschuldung erzielt und damit ihre bilanzielle Situation weiter verbessert: Die Nettoverschuldung sank binnen Jahresfrist von 1,5 Mrd. € auf 0,1 Mrd. € und damit auf den niedrigsten Stand seit Bestehen der METRO AG. Hierzu trug auch das sehr gute Weihnachtsgeschäft bei, das vor allem im Heimatmarkt Deutschland für deutliche Umsatzzuwächse sorgte. Der flächenbereinigte Konzernumsatz legte im 1. Quartal 2015/16 gegenüber dem Vorjahr um 0,1% leicht zu. Das berichtete EBIT der METRO GROUP stieg dank des erfolgreichen Abschlusses der Veräußerung des Cash & Carry-Geschäfts in Vietnam deutlich auf 1.240 Mio. €. Das EBIT vor Sonderfaktoren sank vor allem infolge negativer Wechselkurseffekte in Höhe von rund 40 Mio. € von 891 Mio. € auf 828 Mio. €. "Beim berichteten Ergebnis konnten wir durch den Abschluss des Verkaufs von METRO C&C Vietnam deutlich zulegen. Dadurch haben wir uns bilanziell und finanziell weiter gestärkt. Auch die operative Entwicklung insbesondere bei flächenbereinigten Umsatz von METRO Cash & Carry und Media-Saturn war trotz konjunkturellem Gegenwind in einigen Regionen sehr erfreulich. Das verdeutlicht, dass wir in Summe die Attraktivität für unsere Kunden steigern konnten", sagte Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der METRO AG. "Allerdings haben insbesondere die volatilen Wechselkurse sowie die im Vorjahr enthaltenen Vorzieheffekte beim Umsatz in Russland das Ergebnis belastet. Für das Gesamtjahr bin ich aufgrund der guten Entwicklungen in zahlreichen Landeseinheiten unverändert zuversichtlich, dass wir unsere Umsatz- und Ergebnisziele für die METRO GROUP erreichen werden." Die METRO GROUP hat im 1. Quartal 2015/16 den flächenbereinigten Umsatz leicht um 0,1% gesteigert. METRO Cash & Carry und Media-Saturn entwickelten sich flächenbereinigt anhaltend positiv während der Umsatz bei Real rückläufig war. Die durch die Rubelkrise bedingten Vorzieheffekte, die im Vorjahresquartal enthalten sind, konnten durch die insgesamt gute Entwicklung im Weihnachtsquartal 2015 sogar kompensiert werden. In lokaler Währung stieg der Umsatz der METRO GROUP ebenfalls um 0,1%. Bedingt durch die Entwicklung der Wechselkurse – insbesondere des russischen Rubels – und durch Portfolioeffekte sank der berichtete Umsatz jedoch um 1,3% auf 17,1 Mrd. € (Q1 2014/15: 17,3 Mrd. €).  


METRO GROUP
Q1 2014/15
(in Mio. €)
Q1 2015/16
(in Mio. €)
Veränderung
(€)
Umsatz 17.318
17.090 -1,3%
Deutschland 6.775
6.809 0,5%
International
10.543
10.281 -2,5%
Internationaler Umsatzanteil 60,9%
60,2% -

Das betriebliche Ergebnis (EBIT) der METRO GROUP erreichte im 1. Quartal 2015/16 insgesamt 1.240 Mio. € (Q1 2014/15: 876 Mio. €) und beinhaltet den Ertrag in Höhe von 427 Mio. € aus dem Verkauf von METRO Cash & Carry Vietnam. Hierbei handelt es sich um einen Sonderfaktor. Das EBIT vor Sonderfaktoren erreichte 828 Mio. € (Q1 2014/15: 891 Mio. €). Für den Rückgang sind insbesondere durch den Rubel bedingte Wechselkursverluste in Höhe von rund 40 Mio. € verantwortlich.                                                                                        

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag im 1. Quartal 2015/16 bei 1.106 Mio. € (Q1 2014/15: 773 Mio. €). Vor Sonderfaktoren belief sich das Ergebnis vor Steuern auf 724 Mio. € (Q1 2014/15: 781 Mio. €).

Das Periodenergebnis erreichte im 1. Quartal 2015/16 597 Mio. €
(Q1 2014/15: 459 Mio. €). Vor Sonderfaktoren lag das Periodenergebnis bei 417 Mio. € (Q1 2014/15: 501 Mio. €). Das den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnende Periodenergebnis vor Sonderfaktoren erreichte 367 Mio. € (Q1 2014/15: 445 Mio. €).

Das Ergebnis je Aktie erreichte im 1. Quartal 2015/16 1,68 € (Q1 2014/15 aus fortgeführten Aktivitäten: 0,98 €). Vor Sonderfaktoren lag das Ergebnis je Aktie bei 1,12 € (Q1 2014/15 aus fortgeführten Aktivitäten: 1,10 €).

 

   Vor Sonderfaktoren
Nach Sonderfaktoren
Ergebnis der METRO GROUP (in Mio. €) Q1 2014/15 Q1 2015/16  Q1 2014/15
Q1 2015/16
EBIT
891 828  876 1.240
Ergebnis vor Steuern
781
724
 773 1106
Periodenergebnis aus fortgeführten Aktivitäten
416 417  374 579
Periodenergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Steuern 85
0  85 0
Periodenergebnis 501 417  459 597
Den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnendes Periodenergebnis 445
367  404 549
davon aus fortgeführten Aktivitäten 360
367  319  549
davon aus nicht fortgeführten Aktivitäten 85
0  85 0
Ergebnis je Aktie in € 1,36
1,12  1,24 1,68
davon aus fortgeführten Aktivitäten 1,10
1,12  0,98 1,68
 davon aus nicht fortgeführten Aktivitäten
 0,26 0,00  0,26 0,00

Die bilanzielle Nettoverschuldung der METRO GROUP hat sich zum 31. Dezember 2015 gegenüber dem Vorjahr deutlich von 1,5 Mrd. € auf 0,1 Mrd. € verbessert. Damit wurde der niedrigste Stand seit der Gründung der METRO AG erreicht. Hierin noch nicht enthalten ist der Mittelzufluss aus dem Verkauf von METRO Cash & Carry Vietnam in Höhe von 0,4 Mrd. €. Dieser wurde Anfang Januar 2016 und damit im 2. Quartal 2015/16 vereinnahmt.

 

Ausblick

Die Prognose der METRO GROUP basiert auf der aktuellen Konzernstruktur und erfolgt wechselkursbereinigt. Zudem wird von einer unverändert komplexen geopolitischen Lage ausgegangen.

Für das Geschäftsjahr 2015/16 erwartet die METRO GROUP nach wie vor – trotz des weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds – ein leichtes Wachstum des Gesamtumsatzes. Beim flächenbereinigten Umsatzwachstum geht die METRO GROUP nach einem Zuwachs von 1,5% im Vorjahr von einem leichten Anstieg aus. Sowohl zum Gesamtumsatz- als auch zum flächenbereinigten Umsatzwachstum sollen insbesondere die Vertriebslinien METRO Cash & Carry und Media-Saturn beitragen; für die Vertriebslinie Real geht die METRO GROUP von einer Verbesserung gegenüber dem Vorjahr aus.

Auch die Ergebnisentwicklung wird im Geschäftsjahr 2015/16 von einem weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld geprägt sein. Dennoch ist die METRO GROUP unverändert zuversichtlich, aufgrund der bereits erfolgreich vorangeschrittenen Transformation der Geschäftsmodelle, die auch in Zukunft fortgesetzt werden wird, das Ergebnis weiter zu steigern. In diesem Zusammenhang legt die METRO GROUP außer auf operative Verbesserungen auch im Geschäftsjahr 2015/16 wieder einen starken Fokus auf effiziente Strukturen und eine strikte Kostenkontrolle.

Beim EBIT vor Sonderfaktoren erwartet die METRO GROUP daher eine leichte Steigerung gegenüber dem Wert des Geschäftsjahres 2014/15 in Höhe von 1.511 Mio. € inklusive Erträgen aus Immobilienveräußerungen. Hierzu sollen insbesondere METRO Cash & Carry und Media-Saturn beitragen. Die Entwicklung der Vertriebslinie Real wird von der erfolgreichen Umsetzung der eingeleiteten Maßnahmen abhängen.

 

METRO Cash & Carry

METRO Cash & Carry hat im Geschäftsjahr 2014/15 zur besseren Steuerung des Geschäfts das New Operating Model eingeführt. Die einzelnen METRO Cash & Carry-Länder sind im Rahmen dieser Einführung in folgende Segmente aufgeteilt worden:

Horeca: Fokus auf Hotels, Restaurants, Caterer

Multispecialists: Fokus auf Horeca, Trader und Service Companies and Offices

Trader: Fokus auf unabhängige Wiederverkäufer wie zum Beispiel Kioskbetreiber, Bäcker, Metzger sowie

Sonstige: Trading Offices (Einkaufsbüros) und Länder aus denen sich METRO Cash & Carry zurückgezogen hat, um die Vergleichbarkeit sicherzustellen.

Maßgeblich für die Aufteilung war dabei die strategische Fokussierung der jeweiligen Landesgesellschaften auf Kundengruppen und das erwartete Marktpotenzial.

Mit fast der Hälfte macht das Segment Horeca aktuell den größten Umsatzanteil von METRO Cash & Carry aus. Im New Operating Model starten die Strategie- und Finanzplanungen (Value Creation Plans) beim Kunden und bei den verschiedenen Marktsegmenten. Ziel ist es, das zusätzliche Potenzial für METRO Cash & Carry in den Ländern zu identifizieren und zu heben. Hierbei sollen speziell die Bedürfnisse ausgewählter Fokuskundengruppen besser verstanden werden, um die Transformation vom transaktionalen zum systemrelevanten Partner zu unterstützen.

Beginnend mit dem 1. Quartal 2015/16 werden Umsatz und Ergebnis von METRO Cash & Carry in dieser neuen Struktur berichtet. Die neuen Segmente ersetzen somit die bisherigen Berichtsregionen Deutschland, Westeuropa, Osteuropa und Asien/Afrika. Zum Segment Horeca gehören Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Portugal, Spanien, Türkei sowie Classic Fine Foods. Multispecialists sind Österreich, Belgien, Bulgarien, China, Kroatien, Indien, Kasachstan, Niederlande, Pakistan, Russland, Serbien, Slowakei, Tschechien, Ungarn. In das Segment Trader fallen Moldawien, Polen, Rumänien und die Ukraine.

Der Umsatz von METRO Cash & Carry legte im 1. Quartal 2015/16 flächenbereinigt um 0,2% zu und entwickelte sich damit im nunmehr 10. Quartal in Folge positiv. In lokaler Währung stieg der Umsatz um 0,4%. Der berichtete Umsatz ging um 2,0% auf 8,0 Mrd. € zurück. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Umsatz durch Portfolioeffekte belastet war.

Das Belieferungsgeschäft von METRO Cash & Carry entwickelte sich weiterhin dynamisch und der Umsatz stieg um 18,6% auf 0,9 Mrd. €. Damit wurde ein Umsatzanteil von 10,8% erreicht.

Der Umsatz im Segment Horeca stieg flächenbereinigt um 1,5%. In lokaler Währung wurde ein Zuwachs um 3,5% erreicht. Der berichtete Umsatz stieg um 2,7%. Deutschland als größtes Horeca-Land konnte dabei deutlich zulegen. Insbesondere das Weihnachtsgeschäft führte im Dezember zu einem spürbaren Umsatzzuwachs. Hier machte sich eine erfolgreiche Kundenoffensive sehr positiv bemerkbar, die zahlreiche Marketing- und Kommunikationsinitiativen umfasste. Aber auch im Gesamtquartal zeigte der Umsatz in Deutschland einen Zuwachs. In der Türkei, Italien und Spanien legte der flächenbereinigte Umsatz erfreulich zu.

Der Umsatz der Multispecialists sank flächenbereinigt um 1,9%. In lokaler Währung stieg der Umsatz um 0,3%. Der berichtete Umsatz sank dagegen um 3,5%. Im Vorjahresquartal profitierte der Umsatz im Segment Multispecialists von Vorzieheffekten in Russland im Zuge der Rubelkrise. Gegenüber dieser hohen Vorjahresbasis war der Umsatz rückläufig. Insgesamt hat sich METRO Cash & Carry in Russland jedoch in einem schwierigeren wirtschaftlichen Umfeld behaupten können. Trotz nachlassendener Dynamik in der Konjunkturentwicklung und dem Verzicht auf margenschwaches Volumengeschäft ging der flächenbereinigte Umsatz in China nur leicht zurück. Dagegen verbesserte sich der flächenbereinigte Umsatz in Ungarn und Indien, während er in Belgien und Pakistan rückläufig war.

Im Segment Trader stieg der Umsatz flächenbereinigt um 3,4%. Der rückläufige Umsatz in Polen wurde durch die positive Entwicklung in Rumänien und der Ukraine überkompensiert. In lokaler Währung stieg der Umsatz ebenfalls um 3,4%. Der berichtete Umsatz sank jedoch währungsbedingt um 2,1%.

Das EBIT von METRO Cash & Carry erreichte im 1. Quartal 2015/16 insgesamt 877 Mio. € (Q1 2014/15: 485 Mio. €). Darin enthalten ist als Sonderfaktor der Verkauf von METRO Cash & Carry Vietnam. Vor Sonderfaktoren betrug das EBIT 458 Mio. € (Q1 2014/15: 481 Mio. €). Der Rückgang ist vor allem auf negative Wechselkurseffekte in Höhe von rund 30 Mio. € zurückzuführen, die insbesondere Russland betreffen. In lokaler Währung verbesserte sich das Ergebnis von METRO Cash & Carry jedoch.

 

Metro Cash & Carry
Q1 2014/15
(in Mio. €)
Q1 2015/16
(in Mio. €)
Veränderung
(€)
Veränderung (in lokaler Währung)
flächenbereinigt (in lokaler Währung)
Umsatz gesamt 8.197 8.037
-2,0% 0,4% 0,2%
Horeca 3.702 3.801 2,7% 3,5% 1,5%
Multispecialists 3.468 3.345 -3,5% 0,3% -1,9%
Trader 784 767 -2,1% 3,4% 3,4%
Sonstige 243 124
- - -
EBIT vor Sonderfaktoren 481
458
-23 Mio. €    

Media-Saturn

Der Umsatz von Media-Saturn lag im 1. Quartal 2015/16 flächenbereinigt um 0,4% über dem Vorjahresniveau. Somit stieg der Umsatz im 6. Quartal in Folge an. Dies ist insbesondere deshalb erfreulich, da durch umfangreiche Vorzieheffekte im Vorjahresquartal in Russland ein deutlicher Mehrumsatz erzielt worden war. In Landeswährung wuchs der Umsatz um 1,1% während sich der berichtete Umsatz beeinflusst durch die Währungsumrechnung um 0,2% auf 6,9 Mrd. € verbesserte.

Im Weihnachtsquartal stieg der über das Internet generierte Umsatz um 12,0% weiter an  und erreichte 0,6 Mrd. €. Während das Mehrkanalgeschäft der Vertriebsmarken Media Markt und Saturn deutlich zulegte, sank der Umsatz von Redcoon. Hier machte sich die neue strategische Ausrichtung negativ bemerkbar.

In Deutschland stieg der Umsatz im 1. Quartal 2015/16 flächenbereinigt deutlich um 2,8%. Der berichtete Umsatz wuchs sogar um 3,2% gegenüber einem bereits guten Weihnachtsgeschäft im Vorjahresquartal. Damit konnte Media-Saturn zudem weitere Marktanteile hinzugewinnen.

Das Mehrkanalangebot als integraler Bestandteil des Geschäfts von Media-Saturn entwickelt sich weiterhin sehr positiv. Das Produktangebot im Internet wurde noch weiter erhöht und umfasste Ende Dezember 2015 nunmehr rund 217.000 Produkte bei Mediamarkt.de und rund 194.000 bei Saturn.de.

In Trier und Köln wurde im Oktober jeweils ein Saturn Connect-Standort eröffnet. Dieses neue Format zielt mit Flächen zwischen 300 m² und 700 m² in hochfrequentierten Innenstadtlagen auf eine technikaffine Zielgruppe. Das Sortiment konzentriert sich auf digitale Lifestyleprodukte und ist in vier Themenwelten gegliedert: Connected Mobile (Telefone, Notebooks, Tablets), Connected Home (Produkte und Lösungen für ein vernetztes Zuhause), Connected Fitness (Wearables, Actionkameras, Wellnessprodukte) und Connected Discovery (Virtual Reality-Brillen und Appcessoires).  Neben Produkten werden umfassende Beratungs- und Serviceleistungen angeboten. Das neue Format erhielt vom Handelsverband Deutschland (HDE) bereits kurz nach der Eröffnung eine Auszeichnung als "Store of the Year" in der Kategorie "Out of Line".  

In Westeuropa stieg der flächenbereinigte Umsatz um 0,3%. Hier zeigten mehrere Länder eine sehr erfreuliche Entwicklung. In Landeswährung stieg der Umsatz um 1,7%. Der berichtete Umsatz legte sogar um 2,6% zu. Während sich das Geschäft flächenbereinigt in den Niederlanden und in Spanien sehr gut entwickelte, war der Umsatz in Italien und der Schweiz rückläufig.

In Osteuropa sank der flächenbereinigte Umsatz um 8,1%. Dort profitierte Russland im Dezember 2014 auf dem Höhepunkt der Rubelkrise von umfangreichen Vorzieheffekten. Daher sank der Umsatz dort im Weihnachtsquartal 2015 deutlich. Dagegen legte der Umsatz in der Türkei mit einem zweistelligen flächenbereinigten Wachstum zu, konnte aber den Rückgang in Russland nicht kompensieren.

Das EBIT von Media Saturn ging im 1. Quartal 2015/16 von 344 Mio. € auf 301 Mio. € zurück. Darin enthalten sind Sonderfaktoren in Höhe von 7 Mio. € (Q1 2014/15: 5 Mio. €). Vor Sonderfaktoren sank das EBIT von 349 Mio. € auf 309 Mio. €. Negative Wechselkurseffekte trugen hierzu bei. Hinzu kam der im Vorjahr durch die Sonderkonjunktur in Russland bedingte und in diesem Jahr fehlende Ergebniseffekt. Außerdem machte sich die Repositionierung von Redcoon bemerkbar. Um Marktanteile zu gewinnen, hat Media-Saturn den Kunden attraktive Marketingmaßnahmen und Preise geboten. Hierbei konnten in 9 von 15 Ländern teilweise deutliche Marktanteilsgewinne erzielt werden.


Media-Saturn Q1 2014/15
(in Mio. €)
Q1 2015/16
(in Mio. €)
Veränderung
(€)
Veränderung
(in lokaler Währung)
flächenbereinigt
(in lokaler Währung)
Umsatz 6.875 6.889 0,2% 1,1% 0,4%
Deutschland 3.189 3.291 3,2% 3,2% 2,8%
Westeuropa (ohne D) 2.688 2.758 2,6% 1,7% 0,3%
Osteuropa 998 840 -15,8% -8,0% -8,1%
EBIT vor Sonderfaktoren 349 309  -40 Mio. €  -  -


Real

Der Umsatz von Real ging im Weihnachtsquartal flächenbereinigt um 1,6% zurück. Überwiegend durch Schließungen sank der berichtete Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 3,9% auf 2,1 Mrd. €.

Während die Umsatzentwicklung bei einer deflatorischen Preisentwicklung in einem intensiven Wettbewerbsumfeld für Lebensmittel nahezu auf Vorjahresniveau lag, ging der Umsatz mit Nichtlebensmitteln zurück. Dabei haben insbesondere witterungsabhängige Sortimente unter dem bislang ungewöhnlich warmen Winter gelitten. Sehr positiv entwickelte sich der Onlineumsatz mit einem Zuwachs von über 70%. Allerdings konnte dieser den Umsatzrückgang im stationären Geschäft nur teilweise kompensieren.

Das EBIT von Real erreichte im 1. Quartal 2015/16 einen Wert von 84 Mio. €
(Q1 2014/15: 74 Mio. €). Darin sind Sonderfaktoren in Höhe von -1 Mio. € enthalten
(Q1 2014/15: 10 Mio. €). Vor Sonderfaktoren betrug das EBIT 83 Mio. € (Q1 2014/15:
84 Mio. €). Die Schließungen defizitärer Standorte im Vorjahr, bessere Einkaufskonditionen sowie die Regulierung durch Markant konnten die negativen Effekte des flächenbereinigten Umsatzrückgangs kompensieren.

 

Real Q1 2014/15
(in Mio. €)
Q1 2015/16
(in Mio. €)
Veränderung
(€)
Veränderung
(in lokaler Währung)
Umsatz  2.231 2.144 -3,9% -1,6%
EBIT vor Sonderfaktoren 84 83 -1 Mio. €  

 

 

Die METRO GROUP zählt zu den bedeutendsten internationalen Handelsunternehmen. Sie erzielte im Geschäftsjahr 2014/15 einen Umsatz von rund 59 Mrd. €. Das Unternehmen ist in 29 Ländern an über 2.000 Standorten tätig und beschäftigt mehr als 220.000 Mitarbeiter. Die Leistungsfähigkeit der METRO GROUP basiert auf der Stärke ihrer Vertriebsmarken, die selbständig am Markt agieren: METRO/MAKRO Cash & Carry - international führend im Selbstbedienungsgroßhandel, Media Markt und Saturn - europäischer Marktführer im Bereich Elektrofachmärkte, und Real SB-Warenhäuser.

 

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