METRO GROUP legt operativ zu – Verschuldung auf Tiefststand

  • EBIT vor Sonderfaktoren erreicht 1.024 Mio. € (Q1 2013/14: 1.073 Mio. €); Belastung durch negative Wechselkurseffekte in Höhe von rund 60 Mio. €
  • EPS vor Sonderfaktoren bei 1,36 € (Q1 2013/14: 1,35 €)
  • Nettoverschuldung deutlich um 0,9 Mrd. € auf 1,5 Mrd. € reduziert
  • Verkauf MAKRO Cash & Carry Griechenland abgeschlossen
  • Prognose für das Geschäftsjahr 2014/15 bestätigt

Die METRO GROUP hat im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 operativ zugelegt: Ausschließlich wegen negativer Wechselkurseffekte in Höhe von rund 60 Mio. € lag das EBIT vor Sonderfaktoren mit 1.024 Mio. € unter dem Vorjahreswert (Q1 2013/14: 1.073 Mio. €). Media-Saturn hat das Ergebnis in den Monaten Oktober bis Dezember 2014 hingegen um rund 20 % verbessert. Der Konzernumsatz wuchs im 1. Quartal 2014/15 währungs- und portfoliobereinigt um 2,6%, der flächenbereinigte Umsatz stieg um 2,1%. Weiter deutlich gestärkt wurde auch die bilanzielle Situation: die Nettoverschuldung sank in Jahresfrist um 0,9 Mrd. € auf 1,5 Mrd. € und damit auf den niedrigsten Stand seit über 10 Jahren. „Insbesondere der schwache Rubelkurs überschattet leider die Sicht auf unsere insgesamt gute operative Entwicklung“, sagte Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der METRO AG. „Rechnet man die negativen Währungseinflüsse heraus, haben wir unser Ergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal übertroffen. Sehr erfreulich war die Entwicklung bei Media-Saturn, wo der gute flächenbereinigte Umsatztrend in allen Regionen zu einem merklichen Ergebnisanstieg führte. Auch METRO Cash & Carry hat zum 6. Mal in Folge einen flächenbereinigten Umsatzzuwachs erzielt. Ebenfalls große Fortschritte haben wir bei der Entschuldung gemacht. Alles in allem sind wir für das Gesamtjahr weiterhin zuversichtlich, dass wir unsere Ziele für Umsatz und Ergebnis erreichen werden.“

Trotz einer weltwirtschaftlich weiter schwierigen Entwicklung erzielte die METRO GROUP im 1. Quartal 2014/15 (Oktober bis Dezember 2014) gegenüber dem Vorjahresquartal einen währungs- und portfoliobereinigten Umsatzzuwachs von 2,6%. Der berichtete Umsatz ging um 2,2% auf 18,3 Mrd. € zurück. Dieser Rückgang ist insbesondere auf den Verkauf von Real in Osteuropa sowie auf deutlich negative Wechselkurseffekte in weiten Teilen Osteuropas, vor allem in Russland und in der Ukraine, zurückzuführen. Flächenbereinigt stieg der Umsatz deutlich um 2,1%. Weiterhin sehr dynamisch haben sich auch die strategisch wichtigen Wachstumstreiber Belieferung und Mehrkanal entwickelt. Der Belieferungsumsatz wuchs im 1. Quartal 2014/15 deutlich um 10,8% auf 0,7 Mrd. € (in Landeswährung: +12,3%). Über das Internet generierte die METRO GROUP im 1. Quartal 2014/15 einen Umsatz von 0,6 Mrd. € und damit über 30% mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatzanteil der Eigenmarken sank im Zeitraum von Oktober 2014 bis Dezember 2014 leicht auf 10,3% nach 10,6% im Vorjahreszeitraum. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass sich die Kunden im Weihnachtsgeschäft im Vergleich zum Vorjahr häufiger für teurere Markenartikel entschieden.

Bei der Fokussierung ihres Portfolios kann die METRO GROUP einen weiteren Fortschritt verzeichnen: Der Verkauf der griechischen Großhandelstochter MAKRO Cash & Carry an den lokalen Einzelhändler Sklavenitis konnte zum 30. Januar 2015 abgeschlossen werden. Die Transaktion umfasst das komplette operative Geschäft von MAKRO Griechenland mit neun Großmärkten sowie das zugehörige Immobilienportfolio. Die METRO GROUP erwartet aus dem Verkauf einen voraussichtlich neutralen EBIT-Effekt für das Geschäftsjahr 2014/15. Die Mitarbeiter von MAKRO Griechenland werden durch Sklavenitis übernommen.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung der METRO GROUP

In Deutschland stieg der Umsatz der METRO GROUP im 1. Quartal 2014/15 um 0,1% auf 7,7 Mrd. €. Dies ist auf die positive Entwicklung bei Media-Saturn zurückzuführen. Im Weihnachtsgeschäft konnten alle Vertriebslinien einen deutlichen Zuwachs erwirtschaften.

Der Umsatz im internationalen Geschäft verminderte sich im 1. Quartal 2014/15 um 3,8% auf 10,6 Mrd. €. Dies ist ausschließlich auf Wechselkurseffekte zurückzuführen. Währungsbereinigt stieg der Umsatz um 0,7%, obwohl in dieser Entwicklung negative Portfolioeffekte (Real Osteuropa und METRO Cash & Carry Ägypten) enthalten sind. Der internationale Umsatzanteil ging von 58,8% auf 57,8% zurück.

In Westeuropa (ohne Deutschland) stieg der Umsatz im 1. Quartal 2014/15 um 1,1% auf 5,6 Mrd. €. Hierfür ist die gute Entwicklung bei Media-Saturn, insbesondere in Spanien, verantwortlich.

Der Umsatz in Osteuropa ging im 1. Quartal 2014/15 um 12,4% zurück. Dies ist auf starke Wechselkurseffekte und den Verkauf von Real Osteuropa zurückzuführen. Währungsbereinigt sank der Umsatz nur leicht um 0,4%.

In der Region Asien/Afrika wuchs der Umsatz um 10,5% auf 1,0 Mrd. €. Hier wirkten sich Wechselkurseffekte positiv aus. In lokaler Währung stieg der Umsatz um 2,8%.

METRO GROUP
Q1 2013/14
(in Mio. €)
Q1 2014/15
(in Mio. €)
Veränderung
(€)
Veränderung (in lokaler Währung)
Umsatz 18.721
18.311 -2,2% 0,4%
Deutschland 7.709
7.718 0,1% 0,1%
Westeuropa
(ohne D.)
5.531
5.592 1,1% 1,1%
Osteuropa 4.611
4.040 -12,4% -0,4%
Asien/Afrika 870 961
10,5% 2,8%

Das betriebliche Ergebnis (EBIT) der METRO GROUP erreichte im 1. Quartal  2014/15 insgesamt 1.008 Mio. € (Q1 2013/14: 1.094 Mio. €). Darin enthalten sind Sonderfaktoren in Höhe von 16 Mio. € (Q1 2013/14: -21 Mio. €). Das EBIT vor Sonderfaktoren erreichte 1.024 Mio. € (Q1 2013/14: 1.073 Mio. €). Die Wechselkursverluste belaufen sich auf rund 60 Mio. € und betreffen überwiegend den russischen Rubel. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erreichte im 1. Quartal 2014/15 901 Mio. € (Q1 2013/14: 944 Mio. €). Vor Sonderfaktoren belief sich das Ergebnis vor Steuern auf 909 Mio. € (Q1 2013/14: 932 Mio. €). Der ausgewiesene Steueraufwand in Höhe von 442 Mio. € (Q1 2013/14: 430 Mio. €) entspricht einer Konzernsteuerquote von 49,1% (Q1 2013/14: 45,6%). Vor Sonderfaktoren beträgt die Steuerquote 44,9% (Q1 2013/14: 46,1%). Das Periodenergebnis erreichte im 1. Quartal 2014/15 459 Mio. € (Q1 2013/14: 514 Mio. €). Diese Entwicklung ist auf die höhere berichtete Steuerquote zurückzuführen. Vor Sonderfaktoren erreichte das Periodenergebnis mit 501 Mio. € fast das Vorjahresniveau (Q1 2013/14: 503 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie erreichte 1,24 € im 1. Quartal 2014/15 (Q1 2013/14: 1,38 €). Bereinigt um Sonderfaktoren lag das Ergebnis pro Aktie mit 1,36 € je Aktie über dem Vorjahreswert von 1,35 €.

Ergebnis der METRO GROUP (in Mio. €) Q1 2013/14 Q1 2014/15
EBIT vor Sonderfaktoren
1.073 1.024
Ergebnis vor Steuern (EBT) vor Sonderfaktoren 932
909
Periodenergebnis vor Sonderfaktoren 503 501
Den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnendes Periodenergebnis vor Sonderfaktoren 440
445
Ergebnis je Aktie vor Sonderfaktoren in € 1,35 1,36
EBIT 1.094
1.008
Ergebnis vor Steuern (EBT) 944
901
Periodenergebnis 514
459
Den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnendes Periodenergebnis 451
404
Ergebnis je Aktie 1,38
1,24

Die bilanzielle Nettoverschuldung der METRO GROUP betrug zum 31. Dezember 2014 1,5 Mrd. €. Damit hat sich die Nettoverschuldung gegenüber dem 31. Dezember 2013 deutlich um 0,9 Mrd. € vermindert.

Ausblick

Die Prognose der METRO GROUP basiert auf der aktuellen Konzernstruktur und erfolgt wechselkursbereinigt. Zudem wird gegenüber der letzten Berichterstattung (Geschäftsbericht 2013/14) von einer unveränderten geopolitischen Lage ausgegangen. Für das Geschäftsjahr 2014/15 erwartet die METRO GROUP –  trotz des weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds –  ein leichtes Gesamtumsatzwachstum. Beim flächenbereinigten Umsatz geht die METRO GROUP nach einem Zuwachs von 0,1% im Vorjahr erneut von einem leichten Anstieg aus.

Auch die Ergebnisentwicklung wird im Geschäftsjahr 2014/15 von einem weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld geprägt sein.

Die METRO GROUP wird die Neuausrichtung ihrer Geschäftsmodelle aufgrund der bisher erreichten Fortschritte in Zukunft weiter fortsetzen. Effiziente Strukturen und strikte Kostenkontrolle werden dabei wieder im Fokus stehen.

Beim EBIT vor Sonderfaktoren erwartet die METRO GROUP daher wechselkursbereinigt eine leichte Steigerung gegenüber dem Wert des Geschäftsjahres 2013/14 von 1.727 Millionen € inklusive Erträgen aus Immobilienveräußerungen im üblichen Rahmen.

METRO Cash & Carry

METRO Cash & Carry entwickelte sich insgesamt mit einem flächenbereinigten Umsatzwachstum von 1,4% im nunmehr 6. Quartal in Folge positiv. Bedingt durch die Entwicklung der Wechselkurse sank der Umsatz in Euro um 3,6% auf 8,2 Mrd. €. In Landeswährung stieg der Umsatz um 1,1%.

Der Umsatz aus dem Belieferungsgeschäft zeigte weiterhin eine positive Entwicklung und stieg um 10,8% auf 0,7 Mrd. € (in lokaler Währung +12,3%). Der Belieferungsumsatz beläuft sich inzwischen auf rund 9% des Umsatzes von METRO Cash & Carry. Der Umsatzanteil der Eigenmarken lag im 1. Quartal 2014/15 bei 16,0% nach 16,4% im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

In Deutschland ging der Umsatz im 1. Quartal 2014/15 leicht um 0,6% auf 1,4 Mrd. € zurück. Hierin spiegelt sich auch die deflatorische Verkaufspreisentwickung wider.

Der Umsatz in Westeuropa erreichte 2,9 Mrd. € und lag damit 2,1% unter dem Vorjahresniveau. Der flächenbereinigte Rückgang um 1,3% ist auf die Geschäftsentwicklung in Belgien und den Niederlanden zurückzuführen. Alle anderen Länder wiesen eine stabile oder steigende flächenbereinigte Umsatzentwicklung auf. In Osteuropa sank der Umsatz um 9,9% auf 3,0 Mrd. €. Dies ist jedoch ausschließlich auf die Entwicklung der Wechselkurse zurückzuführen. In lokaler Währung stieg der Umsatz um 4,6%. Auch der flächenbereinigte Umsatz legte deutlich zu und stieg um 4,5%. In Russland konnte unterstützt durch die Inflation sogar ein zweistelliges flächenbereinigtes Wachstum erzielt werden. Der Umsatz in Asien/Afrika wuchs im 1. Quartal 2014/15 um 10,5% auf 1,0 Mrd. €. Hier wirkten sich die Wechselkurse positiv aus. In lokaler Währung stieg der Umsatz um 2,7%. Flächenbereinigt stieg der Umsatz sogar um 3,8%, wozu alle Länder beigetragen haben.

Das EBIT von METRO Cash & Carry erreichte im 1. Quartal 2014/15 insgesamt 485 Mio. € (Q1 2013/14: 536 Mio. €). Vor Sonderfaktoren betrug das EBIT 481 Mio. € (Q1 2013/14: 540 Mio. €). Der Rückgang ist vor allem auf sehr negative Wechselkurseffekte in Russland in Höhe von fast 60 Mio. € zurückzuführen.

Metro Cash & Carry Q1 2013/14
(in Mio. €)
Q1 2014/15
(in Mio. €)
Veränderung
(€)
Veränderung in lokaler Währung
flächenbereinigt (in lokaler Währung)
Umsatz 8.508 8.197
-3,6% 1,1% 1,4%
Deutschland 1.363 1.355 -0,6% -0,6% -0,6%
Westeuropa (ohne D) 2.916 2.855 -2,1% -2,1% -1,3%
Osteuropa 3.360 3.029 -9,9% 4,6% 4,5%
Asien/Afrika 868 959
10,5% 2,8% 3,8%
EBIT vor Sonderfaktoren 540
481
-59 Mio. €    

Media-Saturn

Media-Saturn hat den positiven Umsatztrend der vergangenen Quartale fortgesetzt und wuchs flächenbereinigt im 1. Quartal 2014/15 deutlich um 3,8%. In Euro stieg der Umsatz um 4,1% auf 6,9 Mrd. €. In lokaler Währung legte der Umsatz bedingt durch die Expansion sogar um 5,6% zu. Alle Regionen trugen zu der positiven Umsatzentwicklung bei. Den konsequenten Ausbau des Online-Geschäfts sowie die Verzahnung der Vertriebskanäle hat Media-Saturn auch im 1. Quartal 2014/15 weiter vorangetrieben. So stiegen die online generierten Umsätze deutlich um mehr als 28% auf 0,5 Mrd. € und machen damit nunmehr über 7% des Gesamtumsatzes von Media-Saturn aus.

In Deutschland stieg der Umsatz von Media-Saturn um 1,4% auf 3,2 Mrd. €. Flächenbereinigt legte der Umsatz um 0,4% zu. Das Mehrkanal-Angebot wird weiterhin sehr stark von den Kunden angenommen. Das Produktangebot im Internet wurde weiter erhöht und umfasste Ende Dezember 2014 rund 90.000 Produkte bei Mediamarkt.de und rund 80.000 bei Saturn.de. In Westeuropa stieg der Umsatz deutlich um 4,8% auf 2,7 Mrd. €. Flächenbereinigt wuchs der Umsatz ebenfalls spürbar um 3,8%. Insbesondere Spanien entwickelte sich mit einem zweistelligen flächenbereinigten Umsatzwachstum sehr positiv. In Schweden erholte sich der Umsatz und stieg flächenbereinigt. Aufgrund der guten Entwicklung in Westeuropa hat Media-Saturn in mehreren Ländern weitere Marktanteile gewonnen. In Osteuropa wuchs der Umsatz sehr dynamisch um 12,0% auf 1,0 Mrd. €. In Landeswährung sprang der Umsatz sogar um 24,4%. Auch flächenbereinigt konnte mit 17,5% ein Rekordwachstum erzielt werden. Alle Länder haben den Umsatz flächenbereinigt steigern können; Russland, Ungarn und Polen sogar zweistellig. Angesichts der Erwartung einer weiteren Entwertung des russischen Rubels, war das hohe Wachstum in Russland stark von Vorzieheffekten geprägt.

Das EBIT von Media-Saturn erhöhte sich im 1. Quartal 2014/15 deutlich auf 344 Mio. € (Q1 2013/14: 292 Mio. €).  Darin enthalten sind Sonderfaktoren in Höhe von 5 Mio. € (Q1 2013/14: -3 Mio. €). Vor Sonderfaktoren betrug das EBIT 349 Mio. € (Q1 2013/14): 289 Mio. €. Der starke Anstieg ist vor allem auf das gute flächenbereinigte Umsatzwachstum zurückzuführen.

Media-Saturn Q1 2013/14
(in Mio. €)
Q1 2014/15
(in Mio. €)
Veränderung
(€)
Veränderung
(in lokaler Währung)
flächenbereinigt
(in lokaler Währung)
Umsatz 6.601 6.875 4,1% 5,6% 3,8%
Deutschland 3.146 3.189 1,4% 1,4% 0,4%
Westeuropa (ohne D) 2.564 2.688 4,8% 4,9% 3,8%
Osteuropa 891 998 12,0% 24,4% 17,5%
EBIT vor Sonderfaktoren 289 349 +60 Mio. €    

Real

Infolge des Verkaufs von Real Osteuropa reduzierte sich der Umsatz von Real im 1. Quartal 2014/15 von 2,6 Mrd. € auf 2,2 Mrd. €. Im Vorjahresquartal war noch der Umsatz von Real in Polen und der Türkei enthalten. Der Umsatz von Real Deutschland ging aufgrund von Schließungen um 0,8% auf 2,2 Mrd. € zurück. Flächenbereinigt dagegen stieg der Umsatz um 0,9% trotz der deflatorischen Preisentwicklung im Nahrungsmittelbereich. Nachdem der Herbst von einem intensiveren Wettbewerb geprägt war, konnte im Dezember wieder eine deutlich positive Entwicklung verzeichnet werden. Inzwischen wurden seit Oktober 2013 bereits 50 Standorte basierend auf dem erstmals in Essen erfolgreich etablierten Marktkonzept umgebaut. In allen umgebauten Märkten tritt Real nun mit einer optimierten Sortimentsstruktur, attraktiven Preisen und einer besseren Einkaufsatmosphäre auf. Im Geschäftsjahr 2014/15 sollen weitere Märkte nach dem neuen Konzept umgebaut werden. Der Umsatzanteil der Eigenmarken ist in Deutschland im 1. Quartal 2014/15 von 15,8% auf 15,2% gesunken.

Das EBIT von Real erreichte im 1. Quartal 2014/15 insgesamt 74 Mio. € (Q1 2013/14: 121 Mio. €). Vor Sonderfaktoren betrug das EBIT 84 Mio. € nach 98 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang ist auf eine gestiegene Marketingintensität sowie die Abgabe von Real Osteuropa zurückzuführen.

Real Q1 2013/14
(in Mio. €)
Q1 2014/15
(in Mio. €)
Veränderung
(€)
Veränderung
(in lokaler Währung)
flächenbereinigt
(in lokaler Währung)
Umsatz gesamt 2.607 2.231 -14,4% -14,4% 0,9%
Deutschland 2.248 2.231 -0,8% -0,8% 0,9%
EBIT vor Sonderfaktoren 98 84 -14 Mio. €    

Galeria Kaufhof

Der Umsatz von Galeria Kaufhof sank im 1. Quartal 2014/15 um 1,0% auf 1,0 Mrd. €. Flächenbereinigt ging der Umsatz um 1,4% zurück. Ein wesentlicher Grund war die milde Witterung im Herbst, die zu einem schwachen Auftakt des Textilgeschäfts für die Wintersaison führte. Dieser Rückgang konnte im Dezember nicht vollständig kompensiert werden, obwohl das Weihnachtsgeschäft selbst zu deutlichen Umsatzsteigerungen führte.

In Deutschland sank der Umsatz von Galeria Kaufhof im 1. Quartal 2014/15 um 0,8% auf 0,9 Mrd. €. Flächenbereinigt ging der Umsatz um 1,1% zurück. Der Textilmarkt war in Deutschland witterungsbedingt stark rückläufig. Hiervon konnte sich Galeria Kaufhof besser behaupten und das Weihnachtsgeschäft entwickelte sich deutlich positiv. Dementsprechend konnten Marktanteile gewonnen werden. In Westeuropa ging der Umsatz im 1. Quartal 2014/15 um 3,5% zurück. Flächenbereinigt sank der Umsatz um 5,9%. Nach einem schwachen Quartalsauftakt verlief das Weihnachtsgeschäft sehr positiv, konnte aber den Rückgang nicht mehr kompensieren.

Das EBIT von Galeria Kaufhof lag im 1. Quartal 2014/15 bei 139 Mio. € (Q1 2013/14: 159 Mio. €). Sonderfaktoren sind nicht angefallen. Der Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass im Rahmen eines aktiven Bestandsmanagements im fortschreitenden Saisongeschäft die Winterware mit Preisnachlässen verkauft wurde.

Galeria Kaufhof Q1 2013/14
(in Mio. €)
Q1 2014/15
(in Mio. €)
Veränderung
(€)
flächenbereinigt
(in lokaler Währung)
Umsatz 1.002 993 -1,0% -1,4%
Deutschland 951 943 -0,8% -1,1%
Westeuropa 51 49 -3,5% -5,9%
EBIT vor Sonderfaktoren 159 139 -20 Mio. €  
Die METRO GROUP zählt zu den bedeutendsten internationalen Handelsunternehmen. Sie erzielte im Geschäftsjahr 2013/14 einen Umsatz von rund 63 Mrd. €. Das Unternehmen ist in 30 Ländern an rund 2.200 Standorten tätig und beschäftigt rund 250.000 Mitarbeiter. Die Leistungsfähigkeit der METRO GROUP basiert auf der Stärke ihrer Vertriebsmarken, die selbstständig am Markt agieren: METRO/MAKRO Cash & Carry - international führend im Selbstbedienungsgroßhandel, Media Markt und Saturn - europäischer Marktführer im Bereich Elektrofachmärkte, Real SB-Warenhäuser sowie Galeria Kaufhof Warenhäuser.