Derzeit leben in Deutschland mehr als 81 Millionen Einwohner. Im Jahr 2050 könnten es ohne Zuwanderung nur noch knapp über 70 Millionen sein – so die Prognose der Demografen. Auch der Zuzug ausländischer Mitbürger ändert nicht viel an diesem Szenario. Selbst bei einem angenommenen positiven Wanderungssaldo von etwa 100.000 Menschen pro Jahr würde sich die Bevölkerungszahl in Deutschland spürbar verringern.
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In anderen europäischen Ländern sieht es ähnlich aus. Beispiel Bulgarien: Statistiker sagen voraus, dass die Bevölkerungszahlen in der baltischen Republik bis zum Jahr 2060 um rund 28 Prozent zurückgehen werden. Ein gegenläufiger Trend ist etwa in Zypern sowie Irland und Luxemburg zu beobachten: Dort bleibt die Bevölkerung stabil oder nimmt sogar zu.
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Für den demografischen Wandel in vielen europäischen Ländern sind vor allem zwei Faktoren kennzeichnend:
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Heute liegt die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen in der Europäischen Union bei rund 83 Jahren und von Männern bei etwa 77 Jahren. Die Prognosen bis zum Jahr 2050 gehen von einer weiteren Steigerung der Lebenserwartung um fünf Jahre aus. Verantwortlich für diese Entwicklung sind unter anderem gestiegene Hygienestandards und eine bessere medizinische Versorgung.
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Jede Frau in der Europäischen Union bringt heute - statistisch gesehen - 1,5 Kinder zur Welt. Das liegt weit unter dem Nachhaltigkeitswert von 2,1. Allerdings bestehen hier von Land zu Land Unterschiede. Während z.B. in der Tschechischen Republik zur Zeit 1,2 Kinder auf eine Frau kommen, sind es in Deutschland 1,4 und bei den Spitzenreitern Frankreich und Irland etwa 2 Kinder pro Frau.
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