Führungsverantwortung im multinationalen Umfeld: Drei Top-Managerinnen berichten

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Inhalt

"Was zählt, sind Professionalität, Erfahrung und Persönlichkeit, und nicht das Geschlecht" cbi:///cms/103233

Gespräch mit drei Top-Managerinnen bei Metro Cash & Carry Serbien

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Veronika Puncheva, Managing Director bei Metro Cash & Carry Serbia
Ekaterina Vassileva, Finance Director bei Metro Cash & Carry Serbia
Jelena Parojic, Human Resources Manager bei Metro Cash & Carry Serbia
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Im Jahr 2008 trat Veronika Puncheva als erste Frau die Position des Managing Directors bei Metro Cash & Carry Serbien an. Heute steht das fünfköpfige Managementteam, das sie führt, nicht nur für nachweislich erfolgreiches Wirtschaften, sondern auch für ein gelungenes Diversity Management. Mit Ekaterina Vassileva und Jelena Parojic sind auch die Top-Managementpositionen in den Bereichen Personal und Finanzen weiblich besetzt. Dr. Claudia Schlossberger, Chief Human Resources Officer METRO AG, sprach mit den drei Frauen über ihre Erfahrungen und Herausforderungen im Top- Management in einem multinationalen Umfeld.

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Frau Puncheva, was waren für Sie die größten Herausforderungen, als Sie Ihre Aufgabe bei Metro Cash & Carry Serbien übernahmen? cbi:///cms/103238

Veronika Puncheva Als ich vor zwei Jahren nach Serbien kam, traf ich auf ein sehr professionelles und erfahrenes Team. Gleichzeitig zeigte sich aber, dass die Erfahrung des Teams im internationalen Geschäft noch ausbaufähig war. Diese aufzubauen und langfristig zu sichern, war für mich die erste große Herausforderung. Angesichts der globalen Wirtschaftsund Finanzkrise galt es zudem, unser Geschäft erheblich schneller, fokussierter und weitsichtiger zu betreiben. Wir mussten umdenken und Veränderungen als Chance betrachten. Dieses Umdenken mussten wir auch in der gesamten Organisation aktiv vorantreiben und als wichtigen Pfeiler der Innovation und des Erfolgs kommunizieren. Eine wichtige Aufgabe war daher auch, das Selbstvertrauen im gesamten Management Board zu stärken. Wie man heute an unseren Zahlen ablesen kann, waren wir mit unserer Strategie recht erfolgreich.

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In Ihrem Vorstandsteam sind fünf Nationalitäten und mit Ihnen zwei Frauen vertreten. Zusätzlich führen Sie Teams, welche die Bereiche Einkauf, Kundenmanagement und operatives Geschäft vertreten und wichtige strategische Themen stark funktionsübergreifend gemeinsam erarbeiten. Hatten diese Rahmenbedingungen Einfluss auf Ihren Führungsstil? Und welche Empfehlungen würden Sie Kolleginnen und Kollegen in einem ähnlich vielfältigen Arbeitsumfeld mit auf den Weg geben? cbi:///cms/103240

Veronika Puncheva Definitiv musste ich meinen Führungsstil teilweise anpassen. Aus vorherigen Positionen war ich sehr praktisches, operatives Arbeiten gewöhnt - ich versuche daher, einen sehr ausgewogenen Führungsstil zu praktizieren. Aber um mit meinen Teams höhere Ergebnisse und vor allem besseres Kundenwissen zu erzielen, muss ich jetzt eine viel strategischere Rolle einnehmen. Meine zentrale Herausforderung besteht darin, die anstehenden Aufgaben möglichst optimal auf die vielfältigen Teams zu verteilen, gute Rahmenbedingungen für die Umsetzung zu schaffen und sie zu unterstützen. Ich bin überzeugt, dass eine gute Führungskraft nicht alles selbst machen sollte. Gute Ideen können von jedem Mitarbeiter kommen. Als Führungskraft versuche ich, meine Kollegen immer wieder zu ermutigen, Ideen zu entwickeln und diese vorzutragen. Nur so gewinnen wir Mitarbeiter, die unternehmerisch denken und flexibel auf notwendige Veränderungen reagieren. Dies ist gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten essenziell für unseren Geschäftserfolg.
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Frau Vassileva, ist es für Sie ein Unterschied für eine Frau als Vorgesetzte zu arbeiten? cbi:///cms/103242

Ekaterina Vassileva Nein. Was zählt, sind Professionalität, Erfahrung und Persönlichkeit, und nicht das Geschlecht. Es stimmt, dass gerade die Mischung der Geschlechter und die internationale Vielfalt eine sehr positive Arbeitsatmosphäre erzeugen. Es kommen unterschiedliche Erfahrungen, Meinungen und kulturelle Einflüsse zusammen, wovon das Unternehmen als Ganzes enorm profitiert.

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Was sind Ihrer Meinung nach die entscheidenden Erfolgsfaktoren für eine Top-Managerin? cbi:///cms/103244

Ekaterina Vassileva Es ist sehr wichtig, klare Ziele zu setzen und die Mitarbeiter dabei zu unterstützen, diese zu erreichen. Erfolgreiches Management heißt für mich vor allem, stets eine mittel- bis langfristige Perspektive einzunehmen. Sie müssen eine klare Vision von dem haben, was Sie erreichen wollen, und diese mit Hingabe und manchmal auch mit Hartnäckigkeit verfolgen. Ich sehe in jeder Herausforderung eine neue Möglichkeit. Diesen Ansatz versuche ich auch auf mein Team zu übertragen.

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Frau Parojic, wie muss Ihrer Erfahrung nach das Arbeitsumfeld beschaffen sein, damit Mitarbeiter langfristig engagiert und motiviert sind?cbi:///cms/103246

Jelena Parojic Das Management muss die richtige Kultur fördern und der Organisation eine Vision geben. Außerdem muss es den Mitarbeitern eine faire Möglichkeit geben, mit ihren Aufgaben zu wachsen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. In Serbien stammen 25 Prozent der leitenden Angestellten aus den Reihen des Unternehmens. Dieser Umstand sichert dem Management das für Führungsaufgaben unverzichtbare Vertrauen der Belegschaft.

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Frau Puncheva, welche Maßnahmen sollte ein Unternehmen Ihrer Ansicht nach ergreifen, um Talente zu gewinnen und langfristig zu binden? Bedarf es unterschiedlicher Ansätze für männliche und weibliche Talente?cbi:///cms/103248

Ein Unternehmen, das Talente gewinnen und halten möchte, muss ihnen gleichermaßen Herausforderungen wie Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Ich unterscheide dabei nicht zwischen männlich und weiblich. Entscheidend sind Kompetenz und Hingabe für eine Aufgabe. Ich bin sicher, dass jeder ein besonderes Talent hat. Es ist die Aufgabe der Führungskräfte, dieses Talent zu entdecken und den Menschen zu ermöglichen, es bestmöglich zur Geltung zu bringen.
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Im Geschäftsjahr 2009 betrieb Metro Cash & Carry Serbien fünf Großmärkte und generierte damit einen Umsatz von über 200 Mio. €.

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Stand 4. Februar 2011 | © Copyright METRO AG | Terms of Use/Impressum


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