Die "Intelligente Kühltruhe" im Future Store Tönisvorst ist in der Lage, individuelle Produktinformationen wie Herstellungs- und Mindesthaltbarkeitsdatum von Fleischprodukten zu erkennen – die Technik Radiofrequenz-Identifikation (RFID) macht es möglich. Auf Logistikebene setzt die
METRO GROUP die RFID-Technologie bereits seit Jahren effizient ein: Paletten im Wareneingang können ohne Sichtkontakt mittels Radiofrequenz-Identifikation erfasst werden. Im Bereich Lebensmittelsicherheit wird RFID aber bisher kaum eingesetzt.
Einheitliche Kennzeichnung für mehr SicherheitModerne Technologien wie RFID könnten zur besseren Nachverfolgbarkeit von Lebensmitteln genutzt werden. Derzeit ist der weltweite Identifikationsstandard für Lebensmittelprodukte die sogenannte Global Trade Item Number (GTIN), die Informationen zu ihren Eigenschaften, z. B. Farbe oder Größe liefert. Ergänzt man die GTIN um eine Seriennummer, ist das Produkt eindeutig identifizierbar. Über einen RFID-Chip am Produkt ließe sich dann sein Weg innerhalb der Lieferkette lückenlos erfassen. Im Fall einer Lebensmittelkrise wäre diese Information für Industrie, Handel und Aufsichtsbehörden von unschätzbarem Wert.
Dieses Vorgehen funktioniert aber nur als eine branchenweit einheitliche Lösung. Eine Fertigpizza beispielsweise kann aus rund 100 Rohstoffen aus über 17 Ländern bestehen. Hier ist Rückverfolgbarkeit nur mit einer internationalen, flächendeckenden und branchenübergreifenden Lösung von Industrie und Handel möglich.
Vor diesem Hintergrund sind auch auf politischer Ebene Vorgaben notwendig. Eine solche Standardisierung müsste regeln, wie Rückverfolgbarkeit umgesetzt werden kann und welche Anforderungen sich ergeben. Die
METRO GROUP will sich bei den zuständigen Ministerien, wie zum Beispiel dem Bundesministerium für Wirtschaft und dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz für eine einheitliche Lösung einsetzen.
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