Der Küchenexperte Alfred Biolek im Interview
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Nein, ganz und gar nicht. Meinen Geschmackssinn und später auch die Liebe fürs Kochen hat mir meine Mutter vererbt: das Talent, einen Geschmack zu erahnen und ein Gericht so zuzubereiten oder so zu verfeinern, dass es diesem Geschmackserlebnis entspricht. Wenn mir das gelingt, erlebe ich jene Glücksmomente des Kochens, die alle Arbeit in der Küche mit all dem riesigen Abwasch rechtfertigt.
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Ich koche nach Rezept und mache mir immer einen Einkaufszettel mit den benötigten Zutaten. Aber wenn ich merke, dass es das, was ich zum Beispiel für ein Essen mit Freunden brauche, nur in schlechter Qualität oder gar nicht gibt, dann improvisiere ich. Denn wer hat schon die Zutaten für ein Ersatzessen auf dem Einkaufszettel oder gar das ganze Kochbuch mit dabei?
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Fleisch kaufe ich in Bioqualität, Lamm bei meinem türkischen Metzger und Geflügel meist auf dem Wochenmarkt. Da nehme ich oft auch Obst, Gemüse und Salat mit. Zum Beispiel schmecken Tiefkühl-Himbeeren einfach besser als angefaulte, frische Beeren. Und Tomaten aus der Dose sind nicht viel schlechter als frische – das gilt auch für gefriergetrocknete Kräuter. Meine Bio-Eier kaufe ich auch im Supermarkt, wie viele andere Zutaten für meine Jeden-Tag-Küche.
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